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Einsicht III

Manche Tage
haben etwas von dieser unbewussten Melancholie
die sich still ?ber alle Dinge legt
Die Schaukel
vom Wind sanft hin und her bewegt
Gedankenwiege
Erf?llt von Vergangenheiten
die nur in diesen seltsam vertrauten
fremden Momenten wiederkehren

Meine Seele gleicht einer Geige ohne Saiten
Eine Spinne hat sie gestohlen und
zu einem Netz verwoben
Merkw?rdig
Sehe ich ein Netz, frage ich mich
Ob wohl meine Seele darin wohnt

Unten am Bach
setze ich mich auf die kleine Br?cke
und warte auf mich
Tage sp?ter
gehe ich dort spazieren
F?hle einen Teil von mir
noch immer dort sitzen und warten
Nehme in mir Platz und lausche
dem Klang der Saiten


? Otto Lenk 2004


19.8.04 18:04
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lemmie / Website (19.8.04 23:17)
Ja, das gefällt mir sehr gut!

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