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Mühsam
Heute 12 Spamkommentare - gleichlautend, unter verschiedenen Texten hier eingetragen. Immer wieder werden meine eigenen Antwortkommentare hier nicht angenommen, weil als Spam klassifiziert, obwohl ich mich einfach nur für vorherige Besucherkommentare bedanke. Auf etliche Mails an die Betreiber von myblog: nie eine Antwort.
Nicht erst jetzt wird mir myblog mühsam. Wenn ich wüßte, wohin ich mit meinen ganzen hier eingetragenen Gedichten, Texten, Bildern, Links etc. gehen könnte, ohne bei "0" anfangen zu müssen - ich wäre längst weg...
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Wo Vertrauen wohnt - Sonettkranz IV
I
Es fiel ein Blatt mir ins Gebet hernieder und hauchte dies: `Es lohnt sich hinzuschauen, worauf wir unsre Zuversichten bauen!´ - Erst gestern sang ich noch des Hirten Lieder...
Ich kniete still in wacher Ehrfurcht wieder und lauschte bald in kindlichem Vertrauen den Harfenweisen bis zum Morgengrauen, als fließe Dank aus jenem Blattgefieder...
in meine Feder, Adergold zu binden. - Ein Silbenkranz aus Herbst, adventgeschmückt, aus purer Lebensfreude offenbart.
Um Farben für ein klares Bild zu finden, in das mein Nächster vorbehaltlos blickt, erbat ich stumm des Höchsten Gegenwart.
II
Erbitte stumm des Höchsten Gegenwart in Zeiten, da in Kummer Du gebunden, in Reue, schmacherstarrten Angstsekunden, wo Trauer sich mit Furcht, Versagen paart.
Ein Hirte kennt der Schafe Wesensart. Verirrt sich eines, hat Er´s stets gefunden, Er trägt es treu nach Hause, heilt die Wunden. An Gnade hat Er niemals je gespart.
Wie wichtig bist Du, Mensch, mit Deinen Schwächen für Den, der Deine Schritte führt und lenkt. Er hat vor manchem Straucheln Dich bewahrt.
Er will zu Dir durch Dein Gebrechen sprechen, an Wassern, wo Er Seine Herde tränkt und Ewighauch im Wind sich offenbart.
III
Wo Ewighauch im Wind sich offenbart, geschieht im Ungesagten Tieferkennen. Es ist wie ahnend Um-Sein-Leben-Rennen für den, der seine letzte Chance gewahrt.
Vor seinem Auge liegen - aufgebahrt - Gebundenheiten, die sich Schicksal nennen wie Freunde, die sich ohne Abschied trennen und leblos geistern durch die Gegenwart.
Zerstreutes will der Hirte heimwärts leiten. Wer irrte, darf von Ihm sich führen lassen, denn Er vernimmt der Seele Narbenlieder.
Er wird den Tisch im Tal der Not bereiten, - im Angesicht der Feinde, die Dich hassen - als schickte Er den Ruf "Vertrau!" hernieder.
IV
Und schickt ER Dir den Ruf "Vertrau!" hernieder, so fürchte weder Ungemach noch Plagen. Er will - zu Seiner Zeit - die Bürden tragen, auf daß Du Ihm zur Ehre singst aus wieder-
belebten Kräften Lob- und Dankeslieder, den Vögeln gleich, die nicht nach Nahrung fragen, um dennoch ihren Flug im Sturm zu wagen, als strahlte Seine Macht durch ihr Gefieder.
Bedenke: Willst Du eigne Wege wenden, erwarte keinen Schutz nach Deinem Sinn! Du wirst im blinden Hasten immer wieder
erkennen: ´Was ich suchte zu beenden, um mich allein zu finden, stirbt dahin!´ Laß ruhn, oh Erdennacht, die klagend Lieder!
V
Laß ruhn, oh Erdennacht, die klagend Lieder, aus denen kein Vertrauen Dir erklingt, das in die Tiefen Deiner Ängste dringt, und Dich in Not erwachen läßt aus wieder-
erdolchter Hoffnung, unter dem Gefieder des Grauens, das Dir keine Ruhe bringt, Wo Deine Seele aus Verzweiflung ringt, wo Endlostode ziehn durch Deine Glieder,
verhilft Dir keine Eigenmacht zum Ziel. Sie trennt Dich von der starken Vaterhand. Und fragst Du: "Wárum hat er NICHT bewahrt?"
Es war allein Dein Eigentor und -spiel! Du weißt es, hast es leidgeplagt erkannt: Vergänglichzeiten bleiben aufgebahrt....
VI
Vergänglichzeiten bleiben aufgebahrt in Deiner Einsamstube, Dich zu lehren, worin Du fehlst in Deinem Aufbegehren, als hätte Er Dich nicht bis heut bewahrt.
Der Zug ins Nirgendland versagt die Fahrt den eitlen Stolzbesetzten. - Sie beschweren sich selber nur, wo Liebe sie entbehren Sie reisen weiter durch Endgegenwart.
Du wähnst Dich selbst verwirklicht hier auf Erden? Was schiebst Du dann - bei Leid! - die Schuld auf Gott, der sich durch Stecken Dir geoffenbart?!
Und dennoch läufst Du mit den Narrenherden. - Entlang den Sandruinen - Sonderschrott aus Stolpersteinfragmenten, moos-bejahrt.
VII
Wie Stolpersteinfragmente - moos-bejahrt - erscheint die selbstgelegte Schicksalsschnur, von Dir gezündet. - Tropfend tickt die Uhr aus Kindertagen - Staub im Safe verwahrt
mit all dem baren Scheinen aufgebahrt, aus dem Dein Lebenswerk Dir spottet. - Stur verharrt der Tor, bestaunt die Clownfigur im Spiegel und beginnt die Geisterfahrt
ins winterliche Treiben seiner Träume, die - Peng! - im Trott zerplatzten - .gnadenLos; ein Bettler pfeift auf letzten Löchern Lieder
im Wahn. Dämonen schlagen Purzelbäume und fallen in der Feuergluten Schoß. Ein zages Zittern giert durch Reih und Glieder.
VIII
Ein zages Zittern giert durch Reih und Glieder, als krallte sich die Schuld ans Opfertier. - Was wäre, wenn Dir heute nur noch vier- undzwanzig Stunden blieben und Dich wider
Erwarten eins der weisen Psalmenlieder - aus Krügen voller Lebenselixier - erreichte, mit den klaren Worten: "Hier! Vertraue mir! Wir sehn uns sonst nicht wieder."
Du würdest sicher mit dem Hirten gehn. Doch könntest Du in Ihm dem Herren dienen mit all den Pflichten, die Du hast als Gast
auf Erden? - Daß wir uns auch recht verstehn: Der Zug nach "Ewig" fährt auf SEINEN Schienen. Noch kriecht die stolze Angst in trauter Hast...
IX
Noch kriecht die stolze Angst in trauter Hast zur Haltestelle "Leben nicht verpassen!" und schaut zurück auf taube Menschenmassen. - Schon ruft der Schaffner: "Achtung! Aufgepaßt!
Wir machen auf der Strecke keine Rast. Wir müssen erst die Wüste ganz verlassen, hindurch die schmalen, schluchtumsäumten Gassen. Wer will, der werfe seiner Seele Last
auf meine Schultern. Unglück fürchtet nicht! Denn ich bin bei euch! Trost in dunklen Stunden! Ihr habt mein Wort; mein ewiges Versprechen
aus Wahrheit, Vida und aus Hoffnungslicht! Drum laßt zurück die euch geschlagnen Wunden im Aschehaus der menschlichen Gebrechen."
X
Im Aschehaus der menschlichen Gebrechen vermag kein Auge Weiden zu erblicken, die immergrün sein Innerstes erquicken, ihm Mut zum Weiterwandern zuzusprechen.
Wo Streß und Hektik Miteinander schwächen, besteht ein Frieden oft aus Lieblosstricken, aus Nähen, die in Engen sich ersticken, um "heile Welt" aus Argwohn zu zerbrechen.
Im Land der Stille blühen Hoffnungsauen. Dort kommt der Ausgebrannte wach zur Ruh, der Mangel-Haft, der Eile zu entgehn.
Dem Hirten kann die Herde dort vertrauen. Und dennoch fragst Du zweifelnd, immerzu: "Wer kann am Tag der Furcht im Staub bestehn?"
XI
"Wer kann am Tag der Furcht im Staub bestehn?" Ein Satz, der manche Kinder sucht zu knechten, benutzt, um ihren Willen zu entrechten, bis daß sie eigne krumme Wege gehn.
Wie soll ein Kind Vertrauen je verstehn? Wie kann es lernen Ängste auszufechten im Haus der maßgeleerten Selbstgerechten? Wo kann es druckbefreit um Hilfe flehn?
Auch Dir wohnt dieses Denken manchmal inne. Du fühltest Dich bedroht anstatt getragen. Kein Wunder, daß Du Heuchler beinah haßt!
Der Hirtenjunge ruft Dir zu: "Beginne, Vertrauen in ein neues Wir zu wagen, damit Du Seine Worte klar erfaßt!"
XII
Ein jeder, der die Worte klar erfaßt, versteht, was zwischen Harfenlied und Zeilen im Geiste als ein Hoffen will verweilen. Wirf ab den steinig-lastenden Ballast
und folge mir! Wir machen eine Rast an Quellen, da die Menschenkinder teilen, auf Weiden, da verletzte Herzen heilen. Willkommen ist dort jeder Erdengast!
Denn in der Stille läßt sich Frieden finden. Gebeugten reicht der Heiland Seine Hand. Geknickte Rohre wird Er nicht zerbrechen.
Er wird die Wunden selber Dir verbinden, denn Seine Kinder sind von Ihm erkannt. Im Psalm des Hirten tröstet Sein Versprechen.
XIII
Im Psalm des Hirten tröstet Sein Versprechen: Er will Dich leiten auf den rechten Pfaden. Er hat ja Deine Schuld auf sich geladen Er nimmt Dich an mit allen Deinen Schwächen.
Und wo sie sich an Dir aus Rage rächen, dort werden sie sich selbst im Geiste schaden. Brich auf zu labend-heilenden Gestaden erlösenden Erbarmens, Brot zu brechen
mit denen, die Dich treu ans Ziel begleiten, um Sorgen im Vertrauen abzulegen. Der Heiland will an Deiner Seite stehn
und Dir die Blicke für Sein Wirken weiten. Ach, könnte Dich der Harfe Klang bewegen: "Ich werde mit durch finstre Täler gehn!"
XIV
"Ich werde mit durch finstre Täler gehn!" Aus diesen Worten spricht ein Miterleiden. Er will auf Auengrün Dich führen, weiden, wenn Zukunftswüsten noch in Sternen stehn.
"Er hört ja nicht mein jammervolles Flehn!" So nagt der Zweifel, Beistand zu vermeiden. "Wie kann ich mich in Not für Licht entscheiden, wo doch die Fahnen längst auf Halbmast wehn?"
Den Fragen darfst Du still allein begegnen, wenn im Advent Erinnerungen flüstern durch eines Seiner Hirtenharfenlieder.
Der Heiland möge überreich Dich segnen. Und hörst Du im Kamin ein leises Knistern...: Es fiel ein Blatt mir ins Gebet hernieder...
Meistersonett
Es fiel ein Blatt mir ins Gebet hernieder. Verbarg sich dort des Höchsten Gegenwart? Wo Ewighauch im Wind sich offenbart, als schickte Er den Ruf "Vertrau mir wieder!"
Laß ruhn, oh Erdennacht, die klagend Lieder. Vergänglichzeiten bleiben aufgebahrt wie Stolpersteinfragmente - moos-bejahrt. Ein zages Zittern giert durch Reih und Glieder.
Noch kriecht die stolze Angst in trauter Hast durchs Aschehaus der menschlichen Gebrechen. Wer kann am Tag der Furcht im Staub bestehn?
Ein jeder, der die Worte klar erfaßt! Im Psalm des Hirten tröstet Sein Versprechen: "Ich werde mit durch finstre Täler gehn!"
© V F
Ich weiß, dass dieser Sonettkranz unglaublich lang ist - aber er hat mich so sehr fasziniert und beeindruckt, dass ich ihn einfach hier stehen haben wollte. Es ist in meinen Augen ein wirklich meisterliches Werk. So danke ich der Autorin sehr, dass sie mir die Erlaubnis dazu gab. Wer mehr von ihr lesen möchte kann dies hier tun.
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re: wort im wind (vergangen)
der herbsttag zerfällt unter meinen händen über den worten liegt schnee und kälte bestimmt den sinn dieser tage
worauf wartest du noch in deinem schweigen verhaftet brach liegt jede begegnung ich weiß nicht um hier oder dort weiß nur um gefrostete liebe und um furchen die durch den boden gezogen sind
zu gräben sind sie geworden mit jedem schritt von dir fort zu dir hin stand mein sinn aber du hast deine augen beschattet
dein rücken ist schön
doch nützt mir nichts sein anblick vergeht mit dem letzten windstoß fegt auch die erinnerung davon
ich kehre um denn nichts wartet auf mich
© k.m. 2010
inspiriert von mmazzurro - wort im wind
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Zeit
für Neues - die Feiertage sind schon eine Weile rum. Der Alltag hat mich, hat euch? wieder. Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gekommen.
Meine Schreibpause hat sich leider bisher nicht verändert. Ein Gedicht ist entstanden, das ich auch noch einstellen werde hier. Aber mir war jetzt wichtig, mal einen anderen Beitrag als den aus dem vergangenen Jahr hier oben stehen zu haben.
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Frohe Weihnachten!
Tief verschneite Grüße aus einer wie verzaubert wirkenden Winterwelt sende ich allen meinen Leserinnen und Lesern. Habt eine frohe, besinnliche, friedvolle und gesegnete Zeit an diesen besonderen Tagen im Jahr! Danke, dass ihr mir die Treue gehalten habt, auch wenn ich in diesem Jahr nur sehr wenig Neues geblogt habe. Vielleicht wird das neue Jahr wieder inspirativer - wer weiß? Mich würde es freuen.
Lasst es euch gut gehen!
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gedichte aus schnee - ein dialog
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dezembergeheimnis
himmelschreien in die nacht und am tag fällt schnee auf deine lippen
© mmazzurro
lippenbekenntnis
du taust die kälte mit deinem lippenwarm dringst du mir unter die haut
© claire.delalune
lippenlippenbekenntnis
wir sprachen lange über schnee bis uns warm wurde
© mmazzurro
ich warte noch
schnee tropft von deinen lippen der winter spart nicht mit kälte komm dass ich dir tauwetter küsse
© claire.delalune
mmazzurro (werner weimar-mazur) und claire.delalune (kathrin metz) veröffentlichen auf keinverlag.de auch gemeinsam als wechselwort.
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ja immerzu ja
ja immerzu ja wisperts im gegilbten laub
die krähen nicken als wüssten sie vom entzücken
das mich flutet wenn ich bei dir bin
© elsa rieger
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Schreibruhig
Seit einiger Zeit schon bin ich ruhig, fallen mir wenige Worte zu - sie schweigen sich ein, als ob bereits Winter wäre und sie Schlaf hielten in Erwartung des Frühjahrs. Dabei war sonst der Herbst mit seinen Farben, der melancholischen Nebelstimmung immer Inspirationsreich für mich.
Gut geht es mir zumeist, um Fragen in diese Richtung allgemein zu beantworten. Und ich hoffe sehr, dass die Worte beizeiten wieder anklopfen, hinein und hinaus, durch mich hindurch und aufgefangen sein wollen. Ich hoffe es.
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